Wiederverwenden statt entsorgen: Wie Produktionsreste zu leistungsstarken Industrie-Bindemitteln werden

In vielen Produktionsprozessen entstehen unvermeidbare Materialreste. Häufig werden diese als Abfall behandelt und kostenintensiv entsorgt. Dabei besitzen viele dieser Materialien noch wertvolle Eigenschaften und können sinnvoll weiterverwendet werden.

Genau hier setzt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft an: Materialien möglichst lange im Nutzungskreislauf halten, statt sie nach einmaligem Einsatz zu entsorgen.

Ein hilfreiches Modell dafür ist die sogenannte Recycling- oder Abfallpyramide.

Die Abfallhierarchie zeigt, welche Maßnahmen im Umgang mit Materialien besonders ressourcenschonend sind.

Von oben nach unten:

 

  1. Vermeiden – Abfälle gar nicht erst entstehen lassen
  2. Wiederverwenden – Materialien erneut nutzen
  3. Recyceln – Stoffe aufbereiten und als Rohstoff einsetzen
  4. Verwerten oder entsorgen – die letzte Option

 

Je weiter oben eine Lösung in dieser Pyramide steht, desto nachhaltiger ist sie.

Besonders interessant ist daher die Wiederverwendung vorhandener Materialien, bevor neue Rohstoffe produziert oder bestehende Materialien entsorgt werden müssen.

 

Produktionsreste als wertvolle Rohstoffe

Viele industrielle Materialien besitzen Eigenschaften, die auch nach der ursprünglichen Verwendung weiterhin nützlich sind. Ein Beispiel dafür findet sich in der Produktion von Floristik-Steckschaum.

 

Kurz erklärt: Wie Steckschaum hergestellt wird

Floristik-Steckschaum besteht hauptsächlich aus Phenol-Formaldehyd-Harz, einem duroplastischen Kunststoff.

Während der Produktion wird eine Harzmasse mit Treibmitteln und Zusatzstoffen gemischt und anschließend aufgeschäumt. Dabei entsteht eine offenporige Struktur mit Millionen kleiner Kapillaren, die Flüssigkeiten besonders gut aufnehmen können.

Nach dem Aushärten wird der Schaum in verschiedene Formen geschnitten, beispielsweise in Blöcke oder Ziegel für die Floristik.

Durch diesen Produktionsprozess entstehen unvermeidbare Materialreste und Verschnittstücke.

 

Vom Produktionsrest zum Industrie-Absorber

Anstatt diese Materialreste zu entsorgen, können sie aufbereitet und erneut genutzt werden.

Dazu werden die Produktionsreste:

  • gesammelt
  • zerkleinert
  • zu Granulat verarbeitet
  • qualitätsgeprüft

Das Ergebnis ist ein hochwirksames Absorbergranulat, das Flüssigkeiten, Öle oder Chemikalien zuverlässig aufnehmen kann.

Nachhaltigkeit durch Weiterverwendung

Steckschaum selbst ist nicht biologisch abbaubar, da es sich um einen duroplastischen Kunststoff handelt.

Der ökologische Vorteil liegt daher nicht in der biologischen Zersetzung, sondern in der sinnvollen Weiterverwertung vorhandener Materialien.

Diese Form der Materialnutzung bringt mehrere Vorteile:

  • Reduzierung von Produktionsabfällen
  • Schonung primärer Rohstoffe
  • Vermeidung zusätzlicher Materialproduktion
  • Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

 

Praxisbeispiel: Green Stuff® Absorberkonzentrat

Ein Beispiel für diese Form der Ressourcennutzung ist Green Stuff® Absorberkonzentrat.

Das Granulat wird aus wiederaufbereiteten Materialresten der Steckschaumproduktion hergestellt und als Industrie-Bindemittel für Flüssigkeiten, Chemikalien und Öl eingesetzt.

 

Durch die poröse Struktur des Ausgangsmaterials besitzt das Granulat eine sehr hohe Absorptionsfähigkeit und eignet sich ideal für den Einsatz in:

  • Industrie und Produktion
  • Werkstätten
  • Lager- und Logistikbereiche
  • Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

 

Green Stuff® zeigt, wie aus Produktionsresten ein leistungsstarker Sekundärrohstoff entstehen kann – ein praktisches Beispiel für funktionierende Kreislaufwirtschaft in der Industrie.

Interesse an Green Stuff? Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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